Künstler 2014

 

Aniela Stoffels

 

Die Flötistin Aniela Stoffels, geboren 1987, beginnt im Alter von 7 Jahren ihre Querflötenausbildung an der Musikschule in Lintgen/Luxemburg (UGDA). Später wechselt sie in das Konservatorium der Stadt Luxemburg über, wo sie im Jahr 2002 in die Flötenklasse von Carlo Jans aufgenommen wird. Dort erhält sie 2005 ihr Diplom „1er Prix“ mit Auszeichung und 2007 den „Prix Supérieur“. Bereits mit 16 Jahren war sie aus dem luxemburgischen Landeswettbewerb für junge Solisten als Gewinnerin hervorgegangen (Goldmedaille + SACEM-Förderpreis).

Nach ihrem Abitur 2007 in der Musiksektion des „Athénée de Luxembourg“ beginnt sie ihr Hochschulstudium an der Zürcher Hochschule der Künste, Departement Musik, in der Flötenklasse von Matthias Ziegler. Im April 2009 erwirbt sie in Nancy (F) im Rahmen des interregionalen Studiengangs der Konservatorien Frankreichs und Luxemburgs auf einstimmigen Beschluss der Jury das „Diplôme de Concert Interrégional“.

Von 2009 bis 2010 war sie Solo-Flötistin des Alumni-Sinfonieorchesters Zürich unter der Leitung von Johannes Schlaefli. Von 2010 bis 2012 gehörte sie dem Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester (SJSO) an und war 2010 Praktikantin beim Orchestre Philharmonique du Luxembourg (OPL) unter der Leitung von Emmanuel Krivine, wo sie noch immer regelmäßig als Zuzügerin mitwirkt. Im Juni 2010 hat sie an der Zürcher Hochschule der Künste ihr Bachelor-Diplom erworben. Thema ihres Bachelor-Projekts war das musikalische Schaffen des zeitgenössischen luxemburgischen Komponisten Claude Lenners. Im gleichen Jahr gründet sie mit vier jungen Schweizer Musikern das Bläserquintett pentaTon (www.pentaton.ch).

Im April 2011 gewann Aniela Stoffels den 2. Preis beim Concours National d`Exécution Musicale (CNEM) in Riddes (CH). In der Saison 2011/2012 war sie Praktikantin beim Berner Symphonieorchester (BSO) unter der Leitung von Mario Venzago. Im Juli 2012 schloss die Flötistin ihr Masterstudium in der Klasse von Pirmin Grehl an der Hochschule Luzern mit Auszeichnung ab. Aniela Stoffels war Mitglied der Lucerne Festival Academy 2012 und 2014 unter der Leitung von Pierre Boulez und Sir Simon Rattle (2014). eit September 2012 ist die Flötistin Lehrbeauftragte im Fach Querflöte am Konservatorium der Stadt Luxemburg und spielt 2. Flöte-Piccolo im „Orchestre de Chambre du Luxembourg“ (OCL)

Aniela Stoffels in eviMus 2014:

Samstag, 6. Dezember um 16:00 Uhr in der Moderne Galerie

 

Antonio Carvallo

 

Antonio Carvallo was born in Chile in 1972.

He studied composition at the “Universidad de Chile” and Electronic Music at "Conservatorio Santa Cecilia", Rome, Italy. His compositions have been performed in Chile, Italy, Sweden, France and Germany and published in CD and score. He has taken part in compositions seminaires with George Friedrich Haas, Beat Furrer, Philippe Leroux, Cristobal Halffter, Giacomo Manzoni, Tomás Marco and Marco Stroppa. He has taken part as exhibitor in seminars in Chile, Spain and Italy. Was professor at National Conservatory of Music and “Universidad de Chile” from 2000 to 2002. After that he moved to Rome, Italy. Nowadays he gives classes at "Universidad de Chile" and "Universidad Mayor".

 

Hans-Henning Ginzel

 

Hans-Henning Ginzel (*1988) ist Komponist, Cellist und Dirigent. Im Alter von vier Jahren begann er das Cellospiel, sein erstes öffentliches Konzert gab er mit 8 Jahren. Seither wirkt er regelmäßig in Konzerten mit Mitgliedern seiner Familie national und international. Zwischen 2000 und 2006 gewann Ginzel beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ mehrere Preise auf Bundesebene und erreichte beim „Internationalen Paul-Hindemith-Instrumental-Wettbewerb“ in Berlin die Finalrunde (2011). Als Jungstudent (2007) wurde er in die Klasse von Prof. Helmar Stiehler aufgenommen und studierte ab 2009 in München Violoncello im Fach Künstlerisches Diplom.. 2013 setzte er sein Studium im Rahmen eines Auslandsstipendiums am „Real Conservatorio Superior de Música“ in Madrid bei Prof. Iagoba Fanlo fort. Ginzel schloss sein Künstlerisches Diplom im Februar 2014 mit Bestnoten ab und wurde zum Masterstudium zugelassen. Er absolvierte eine Reihe Meisterkurse u.a. bei Wolfgang Boettcher, Wen Sinn-Yang und Anner Bylsma. Seit 2012 ist Ginzel Träger des Deutschlandstipendiums und wurde 2013 für sein kulturelles Engagement im Landkreis Starnberg mit dem „Kulturförderpreis der Gemeinde Tutzing“ ausgezeichnet. 2014 wurde er als Mitglied des „Breakout Ensembles“ mit dem renommierten „Stipendiums-Preis der Landeshauptstadt München“ ausgezeichnet und wurde im gleichen Jahr als Stipendiat der Initiative „Yehudi Menuhin Live Music Now“ aufgenommen. Er engagiert sich in Dieser durch Konzerte in sozialen Einrichtungen in und um München. Er ist Gründer des „Arcis Cello Quartetts“, dessen Komponist und Arrangeur und tritt regelmäßig in München und Bayern auf. Seine ersten Kompositionen schrieb er mit 14 Jahren und erhielt daraufhin Kompositionsunterricht bei Prof. Dieter Acker (München). Er war Teilnehmer zahlreicher Kompositionsmeisterkurse, u.a. bei Robert Beaser (Juliard School, New York), Wolfgang Rihm. Hans Zender und Jörg Widmann. Ginzel wird bei C.F. Peters (Leipzig) verlegt, das Werk „Der armselige Prometheus“ wurde in der Liste der Prüfungswerke bei „jugend musiziert“ aufgenommen (2012). Seit 2011 studiert er das Fach Komposition (Bachelor of Music) bei Prof. Jan Müller-Wieland und erhält außerdem Unterricht im Fach Elektroakustik bei Prof. Heyne. Seitdem wirkt er regelmäßig bei elektroakustischen Klanginstallationen auf Konzerten und Festivals mit. Ginzel wurde bereits mehrfach international ausgezeichnet, u.a. erhielt er den 1. Preis des „Harald-GenzmerKompositionspreises“ (München 2012), den Nachwuchsförderpreis des „Internationalen Carl-vonOssietzky-Kompositionspreises“ (Oldenburg 2013), den Sonderpreis des „9th Sun River Prize International New Composition Competition“ (Chengdu, PR China 2013) und den „1. Preis des Kompositionswettbewerbes der Hugo-Wolf-Akademie“ (Stuttgart 2014). Seit 2012 studiert Ginzel im Nebenfach Chor – und Orchesterleitung bei Prof. Ulrich Nicolai und war u.a. Schüler von Lothar Zagrosek. Als Dirigent von Ensembles und Kammerorchestern ist er vor allem im Bereich der Neuen Musik tätig. Sein internationales Dirigierdebüt gab er 2014 mit dem „Tonkünstlerorchester Niederösterreich“. Er war u.a. bei der „Neue Philharmonie München“ als Dirigent tätig. Als Cellist und Komponist arbeitete er mit dem Arditti Quartett, Ian Pace, dem Ensemble Plural (Madrid), Salome Kammer, dem Ensemble opus21plus, Markus Wolf und der „Neuen Philharmonie München“ zusammen. Seine Werke wurden in München u.a. in der Philharmonie, im Max-Joseph Saal, im großen Saal der Hochschule für Musik und Theater, in der Reaktorhalle sowie in Konzertsälen außerhalb Münchens interpretiert. Sein Festivaldebüt gab Ginzel beim „Internationalen Grafenegg Festival“ 2014 in Österreich mit seinem Orchesterwerk „Prolog zu einem Film“. Schwerpunkte seines Schaffens liegen in der Kammermusik, in Orchesterwerken, der elektroakustischen Musik sowie interdisziplinären Projekten (Film, Tanz und Architektur).

Mehr Informationen unter www.hanshenningginzel.com

 

Noise Watchers Unlimited a.s.b.l.

 

Von Claude Lenners, Arthur Stammet und Jean Halsdorf 1999 gegründet, verpflichtet sich die Gesellschaft Noise Watchers Unlimited im Bereich der Zeitgenössischen Musik im Allgemeinen und der Elektroakustischen Musik im Besonderen. Unsere erste Aufgabe besteht darin, die Fortdauer der Aktivitäten zu gewährleisten, die während dieser letzten Jahre verwirklicht wurden, und der Verantwortung im Rahmen unserer Kompetenzen zu entsprechen: der Pädagogik, der Komposition und der Forschung. In dieser Optik planen wir Konzerte, Workshops und Konferenzen um den Horizont der immer stärker an der aktuellen musikalischen Kunst interessierten Öffentlichkeit zu erweitern.

Die Gesellschaft Noise Watchers Unlimited will ein Ansprechpartner zwischen der Öffentlichkeit und den professionellen Akteuren des heutigen musikalischen Handwerks sowie ein Partner für jene sein, die mit uns das Interesse an einem Abenteuer teilen, das als Gegenstand die Entdeckung neuer Klangwelten hat.

Unser gut ausgerüstetes Studio im Untergeschoß der Philharmonie auf dem Kirchberg (Luxemburg-

Stadt) ist sozusagen unsere Werkstätte. Dieses Computer basierte elektronische Studio wurde dank der finanziellen Unterstützung des Luxemburger Ministeriums für Kultur und Forschung ausgestattet. Die Garantie eines ständigen, gut ausgestatteten Arbeitsortes gibt uns die notwendigen Bedingungen, um professionelle Forschungsarbeit zu leisten, wettbewerbsfähig zu bleiben und den Forderungen des derzeitigen musikalischen Schaffens zu entsprechen. Praktisch gesprochen werden unsere Arbeiten einem interessierten Publikum in den jährlich-regelmäßigen Konzerten vorgestellt. Für die akustischen Werke kommt unsere oktophonische Lautsprecheranlage zum Einsatz. Sie erlaubt uns, die elektronischen Werke mit ihrer farbeneichen Vielfalt sowie die Klangwanderung im Raum zu einem beeindruckenden Erlebnis zu gestalten. Zusätzlich organisieren wir auch instrumentale Konzerte mit Besetzungen vom Solisten bis zu 10 Interpreten. Das Ensemble Noise Watchers Unlimited hat seit seiner Gründung unzählige Uraufführungen bestritten. In großer Besetzung hat es unter der Leitung von Jean Halsdorf und Jonathan Kaell gespielt.

Das von uns im Jahre 2000 gegründete Festival Rainy Days wurde von der Philharmonie Luxemburg im Jahre 2005 übernommen und erweitert. Es ist die größte Veranstaltung im Rahmen der zeitgenössischen Musik in Luxemburg. Die Noise Watchers nehmen regelmäßig an diesem jährlichen Event teil.

 

www.nowa.lu

 

Noise Watchers Unlimited a.s.b.l. in eviMus 2014:

Samstag, 6. Dezember um 16:00 Uhr in der Moderne Galerie

 

Luc Hemmer

 

Seinen ersten Schlagzeugunterricht erhielt Luc Hemmer im Alter von 7 Jahren an der Musikschule der „Union Grand-Duc Adolphe“, um diesen später am „Conservatoire de Musique de la Ville d’Esch-sur-Alzette“ in den Klassen von Paul Mootz und Serge Kettenmeyer fortzusetzen. Getrieben vom Wunsch nach einer professionellen Laufbahn beginnt er sein Studium am „Conservatoire de Strasbourg“ in den Klassen von Emmanuel Séjourné, Denis Riedinger und Stephan Fougeroux welches er 2008 mit einem „Diplôme d’Etudes Musicales“ abschließt. 2009 erlangt er zusätlich ein „Diplôme de Perfectionnement en Musique de Chambre“ bei Philippe Geiss und Armand Angster. Ende 2013 wird ihm dann an der „Hochschule für Musik Saar“ ein „Bachelor of Music“ in der Klasse von Professor Thomas Keemss verliehen.

Seit 2008 ist Luc Hemmer als Dozent für Schlagzeug an der „Ecole Régionale de Musique de la Ville de Dudelange“ tätig.

Sein großes künstlerisches Engagement in der Großregion spiegelt sich im Mitwirken in folgenden Orchestern und Ensembles wieder: im Orchestre de Chambre du Luxembourg, bei Estro Armonico, Lucilin, Tempus est iocundum, der Opéra Royal de Wallonie und dem Orchestre Philharmonique de Liège. Auch im Bereich der musikalischen Begleitung von Theateraufführungen besitzt er eine große Erfahrung die er bei diversen Produktionen mit dem Carré Rotondes/Traffo, dem Théâtre National du Luxembourg, dem Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg, dem Théâtre Municipal de la Ville d’Esch-sur-Alzette und bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen erworben hat. In diesem Rahmen arbeitete er sowohl mit Regisseuren wie Charles Muller und Frank Hoffmann als auch mit Schauspielern wie Maximilian Schell zusammen.

Außerdem verfügt Luc Hemmer über eine große stilistische Bandbreite in den Bereichen Solo, Kammermusik und Ensemble. Davon zeugen seine zahlreiche Auftritte mit namhaften Künstlern wie Emmanuel Séjourné, Steven Schick und Bob Becker.

 

Luc Hemmer in eviMus 2014:

Samstag, 6. Dezember um 19:00 Uhr in der Moderne Galerie

 

E.N.I.A.C.

 

E.N.I.A.C. (Electronic Numerical IMPROVISERS and Computer) ist eine von Studenten der HFM unter Leitung von Claas Willeke gegründete elektro-akustisch-visuell agierende Band, die sich zum Vorsatz genommen hat Klangfarben der elektronischen und akustischen Welt mit visuellen Elementen zu vermischen. Der Name E.N.I.A.C. leitet sich ab von einem der ersten Großrechner der Welt, welchen die US-Armee 1942 zum Errechnen ballistischer Tabellen baute.

Klangliches und bildhaftes stehen sich in diesem Ensemble gleichberechtigt improvisierend gegenüber und kreieren ein Gesamterlebnis, welches von düsterer Melancholik bis zu humoristisch angelegten Konzepten ein großes Spektrum abdeckt.

So beschäftigte sich das letzte Konzert der Band, welches im Oktober letzten Jahres im Römerkastell aufgeführt wurde, mit den abstrakt-radikalen Themen der britischen Dramatikerin Sarah Kane, während das Konzertprogramm im Jahr davor freier agierte und am Semesterabschlusskonzert der Hfm Saar in der Völklinger Hütte aufgeführt wurde.

Für das Festival EviMus wird E.N.I.A.C. ein ca. 40-50-minütiges Crescendo erarbeiten, welches sich von minimalsten akustischen und bildhaften Aktionen bis zu einem großen Finale stetig steigern wird.

Auführende:

Francois Schwamborn: Visuals und Licht

Annika Jonsson: Gesang/FX

Florian Seefeldt: Gitarre/FX

Stephan Goldbach: Kontrabass/Elektronik

Leo Kwandt: Schlagzeug/Elektronik

E.N.I.A.C. in eviMus 2014:

Sonntag, 7. Dezember um 16:30 Uhr in der Moderne Galerie